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Bereiche und Arten der Förderung

Fördermittel stehen für die nachfolgend genannten Bereiche zur Verfügung:

  • Sachförderung
    Hierzu stehen Förderprogramme zur Verfügung die z.B. Investitionen in die Umwelt, Energie und Forschung und Entwicklung (FuE) unterstützen.

  • Gebietsförderung
    Das Förderprogramm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur steht in Deutschland für definierte Regionen zur Verfügung. Die Voraussetzungen für eine Investitionsförderung sind gegeben, wenn Unternehmen Betriebsstätten in einem von der EU ausgewiesenen strukturschwachen Gebiet eröffnen oder erweitern um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Oder die Investition stellt eine außer-ordentliche Anstrengung für das Unternehmen dar.

  • Personenförderung
    Hier werden durch öffentliche Förderprogramme insbesondere Existenzgründer und einzelne Personengruppen gefördert. Zudem stehen Arbeitsplatzförderungen zur Verfügung. Der zugeordnete Lohnkostenzuschuss ist eine nicht rückzahlbare Zuwendung für Kosten die durch die Einstellung und Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters entstehen.

  • Mittelstandsförderung
    Gemäß der EU Definition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bestehen für diese Unternehmensgrößen besondere Förderprogramme zur Verfügung. Die Definition bezieht sich auf die Bereiche Bilanz, Umsatz, Mitarbeiterzahl und Beteiligungsformen des Antragstellers.

  • Projektförderung
    Für in sich geschlossene Vorhaben mit eigener Kalkulation. Projekte können mit unterschiedlichen Hintergründen bezuschusst werden. Die häufigsten Projekte sind Forschungs- und Entwicklungs-, Energiespar- und Umweltschutzprojekte. Aber auch z.B. die Entwicklung einer neuen Dienstleistung, der Einführung eines neuen Führungsprinzips in ihrem Unternehmen stehen finanzielle Zuwendungen zur Verfügung.


Die Arten der Förderungen beziehen sich auf vier verschiedene Zuwendungen:

  • Zuschuss
    Ein Zuschuss ist eine nicht rückzahlbare Zuwendung ohne eine direkte Gegenleistung. Nachfolgende Zuschussarten stehen zur Verfügung. Gründungs-, Lohnkosten-, Projekt- und Regionalzuschuss. Sowie Steuervergünstigungen als Zuschuss – Aquivalente.

  • Zinsgünstige Darlehen mit Haftungsfreistellung und Darlehen mit Zinszuschuss
    Ein Förderdarlehen ist ein zinsgünstiges Darlehen mit Konditionen, die unter den Marktkonditionen liegen. Die Förderdarlehen mit anteiliger Haftungsfreistellung haben eine integrierte Ausfallbürgschaft für die abwickelnde Bank. Förderdarlehen müssen nach dem KWG vergeben werden und werden über eine so genannte „Hausbank“ beantragt. Diese Hausbank wird der Vertragspartner des Unternehmens. Die Förderbank refinanziert die Hausbank und bestimmt die Konditionen der Finanzierung. Die Haftungsfreistellung entlastet das Obligo der Hausbank mit einer vorher festgelegten Quote. Diese Quote beläuft sich auf 40 bis 90 Prozent der verbleibenden Kreditsumme.

    —  Darlehen mit Tilgungszuschuss
    Nachdem das Investitionsvorhaben abgeschlossen ist, belegt der Darlehensnehmer mit der Hilfe von  Unterlagen gegenüber dem Fördergeber die Erfüllung der geforderten Bedingungen. Werden die Voraussetzungen erfüllt, gewährt der Fördergeber den Zuschuss in Form einer Gutschrift. Die Restschuld reduziert sich um die Höhe dieser Zahlung.

  • Bürgschaften
    Die Bürgschaftsbank der Länder bürgt, für Vorhaben die sich betriebswirtschaftlich tragen. Sie ersetzt fehlende Sicherheiten, aber nicht fehlende Rentabilität. Bei realistischer Planung und überzeugendem Management, unabhängig von Sicherheiten soweit eine persönliche Haftung übernommen wird.
    Bürgschaften für:
    —  Liquiditätskredit, z.B. Aufträge vorfinanzieren
    —  Avalrahmen, z.B. Vertragserfüllung, Mängelgewährleistungen
    —  Investitionsdarlehen z.B. Maschinen, Einrichtungen, Gebäude
    —  Kaufpreisfinanzierungen z.B. Unternehmensnachfolge

  • Öffentliche Beteiligungen und Nachrangdarlehen
    Die öffentlichen Beteiligungsgesellschaften sind Privatorganisationen der Wirtschaft und deren Organisationen. Die Gesellschafter sind Banken, Versicherungen, Verbände und Kammern. Die Gesellschafter stellen das Eigenkapital und meist sichert die öffentliche Hand die Kapitalanlage durch Bürgschaften und besondere Refinanzierungen ab. Die direkte Beteiligung ist zur Zeit noch die Ausnahme. Die typische stille Beteiligung ist die Regel. Die Höhe der Beteiligung beginnt bei 50.000 EUR und endet bei 1 Mio. EUR. Eine weitere Grenze liegt in der Höhe des vorhandenen Eigenkapitals im Unternehmen. Die öffentliche Beteiligung wird regelmäßig in so genannter Eigenkapitalparität vergeben. Dabei darf die öffentliche Beteiligung nicht höher sein als das vorhandene Eigenkapital. Die Laufzeit ist regelmäßig zehn Jahre. Die laufende Verzinsung wird jährlich bezahlt und am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung in einem Betrag oder durch eine Tilgungsvereinbarung über max. fünf weitere Jahre. Es gilt das Nominalwertprinzip.

    —  Nachrangdarlehen
    Das Nachrangdarlehen ist der stillen Beteiligung nicht unähnlich. Zuerst ist es ein Darlehen, wie jedes Bankdarlehen auch. Dadurch gelten die Regeln des KWG. Dann erklärt der Kapitalgeber den Rangrücktritt (Nachrang) hinter alle anderen Verpflichtungen des Unternehmens. Somit wird das Nachrangdarlehen erst vor dem Eigenkapital zurückgezahlt. Das Nachrangdarlehen, auch Mezzaninkapital (mezzo = ital. zwischen, da es zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital liegt) genannt, wird von Banken bei größeren Krediten vergeben, um Unternehmen in die Lage zu versetzen mehr Kapital aufzunehmen.